MSC Brokstedt hofft auf Revanche in Landshut

 

53-2011

Matthias Kröger (vorn) und das Team des MSC Brokstedt wollen am Sonnabend die letzte Chance zum Einzug in die Finalläufe der Speedway-Bundesliga nutzen

Von Michael Schubert

Brokstedt. Die Enttäuschung bei den Aktiven und Verantwortlichen des MSC Brokstedt war groß. Matthias Kröger brachte es auf den Punkt:

„Ich bin mit meiner Leistung überhaupt nicht zufrieden!“ Dabei hatte sich der Kapitän der Speedway-Bundesliga-Mannschaft des MSC Brokstedt e.V. im ADAC für das Spitzenduell gegen den AC Landshut eine Menge vorgenommen. „Wir wollten natürlich den vorzeitigen Einzug in die Finalläufe lösen.“ Dieses Unternehmen ist nach dem ernüchternden 38:49 vor rund 900 Zuschauern auf dem Holsteinring erst einmal in weite Ferne gerückt. Kröger selbst steuerte zum Brokstedter Ergebnis lediglich fünf Punkte bei und blieb weit hinter dem eigenen Anspruch. „Ich habe zwei Läufe absolut versaut – das weiß ich und daran arbeite ich!“ Lediglich der Finne Joonas Kylmäkorpi, der mit 21 Zählern zum erfolgreichsten Fahrer des Rennens avancierte, erfüllte für das Team der „Wikinger“ die in ihn gesetzten Erwartungen. „Ein starker Fahrer in unseren Reihen war einfach zu wenig.“ Neben Kröger blieben allerdings auch seine Teamkollegen Tobias Kroner (acht Punkte), Stephan Katt (vier Zähler) und Junior-Fahrer Danny Maaßen dessen Konto gegen Landshut leer blieb, weit hinter ihren Möglichkeiten. Den Gästen aus Bayern reichte letztlich eine geschlossene Mannschaftsleitung zum Sieg.
Viel Zeit zur Pflege der Wunden bleiben Kröger & Co indes nicht. Bereits am kommenden Sonntag steht das „Re-Match“ gegen den amtierenden Deutschen Meister an. Der enge Terminkalender resultiert letztlich aus der Tatsache, dass die Begegnung mit den „Devils“ aus Landshut bereits zweimal wetterbedingt ausfallen musste. Ein Sieg in Landshut könnte für den nördlichsten Bundesligisten der Republik letztlich auch wirtschaftlich immens wertvoll sein, könnte die Finalteilnahme doch noch einmal als Zuschauermagnet fungieren. Hierfür gilt es jedoch sich sportlich auf einem anderen Niveau zu präsentieren als zuletzt. „Noch einmal werden wir uns nicht so verkaufen“, gibt sich Matten Kröger vor dem Duell in Landshut kämpferisch. „Ich möchte noch einmal in meiner Karriere oben stehen und diese Chance dazu nutzen!“ Der Bokeler überlässt dabei nichts dem Zufall. „Ich werde vor dem Rennen zusammen mit Stephan Katt ein intensives Training in Vojens absolvieren.“ Die Bahn im Dänischen Nachbarland weißt laut Kröger ähnliche Verhältnisse auf wie das Geläuf in Landshut. Gestartet wird das Rennen in Landshut am Sonnabend um 20 Uhr. 
Der MSC Brokstedt fährt in Landshut in folgender Besetzung: Joonas Kylmäkorpi, Kevin Wölbert, Matthias Kröger, Stephan Katt und Danny Maaßen.